HERBSTÜBUNG 2015

Andreas Joachim

 

Der diesjährigen Hauptübung beim Hof Rude wohnten wieder nicht nur zahlreiche Zuschauer bei, auch die Sonne ließ sich wieder pünktlich zu Beginn blicken. Unter dem Stichwort „B3" wurde die Feuerwehr Baindt sowie die Drehleiter aus Weingarten alarmiert.

 

In einer Maschinenhalle kam es durch einen technischen Defekt zu einem Brand, zwei Personen wurden dabei noch in der Halle vermisst. Diesmal haben wir in Person von unserem Kommandant Roland Bucher auch einen Notruf direkt bei der Rettungsleitstelle abgesetzt, so dass die Zuschauer live erleben konnten, welche Informationen der Disponent dort alle abfrägt. Anhand der Angaben erfolgte dann die Alarmierung der Feuerwehr Baindt, der Drehleiter aus Weingarten sowie der Helfer vor Ort.

 

Die Führungsmannschaft traf als erstes mit dem MTW ein, verschaffte sich einen Überblick über die Situation und verteilte dann die Aufgaben an die nachfolgend eintreffenden Löschfahrzeuge.

 

Dichter Rauch quoll aus der Halle, und zwei Trupps unter Atemschutz machten sich sofort an die Menschenrettung. Während dessen wurde die Wasserversorgung aufgebaut, die über eine längere Wegstrecke von einem Hydrant am Reitplatz erfolgte.

 

Die Führungsgruppe mit dem Einsatzleiter Erich Brei und dem Zugführer Markus Striegel koordinierte den Ablauf des Einsatzes, unterstützt von den Helfern vor Ort, die die Betreuung der evakuierten Personen übernahm. Unterstützung kam abschließend von der Drehleiter aus Weingarten. Nach einer halben Stunde konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden, was mit großem Applaus der Zuschauer belohnt wurde. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen bei der Jugendfeuerwehr ließen diese den sonnigen Nachmittag ausklingen.

 

In der anschließenden Manöverkritik im Gasthaus zur Mühle lobte Kommandant Roland Bucher den guten Verlauf der Übung, die er diesmal als Experte mit kommentierte. Er verwies dabei auch auf die Herausforderungen eines jeden Einsatzes, bei dem es unzählige Entscheidungen zu treffen gilt. Beginnend bei der Leitstelle, die Anhand von Angaben des Anrufers einen Alarmierungsplan erstellen muss, bis zu den Führungskräften der Feuerwehr, die den Einsatz taktisch in kürzester Zeit planen. Dass man als Zuschauer dabei den Eindruck gewinnen kann, dass dies alles eine Ewigkeit dauert, ist durchaus nachzuvollziehen. Und doch sind es nur wenige Minuten, bis ein Einsatz in vollem Gange ist. Dafür ist ein geübtes Zusammenspiel der einzelnen Feuerwehrmänner unerlässlich. Ebenso wichtig sei auch, dass alle beteiligten Organisationen Hand in Hand arbeiteten. Die seit Jahren guten Beziehungen zu den Nachbarfeuerwehren sowie zu den Helfern vor Ort hätten sich auch diesmal bewährt. Ebenso hervorzuheben sei die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Ein Dank, den Bürgermeister Buemann gerne zurückgab. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute für die Baindter Bürger.